> 17. Februar 12
Pinterest_Blog

Pinterest und die Rechtsproblematik

Eigentlich sollte dies ein Post über unsere spannenden Erfahrungen mit Pinterest werden, doch im Moment beschäftigen wir uns vielmehr mit dem Pro und Contra von Pinterest. Im Netz finden Sie zur Zeit viele zum Teil unterschiedliche Rechtsaussagen zu Pinterest.

Darum hat meine Kollegin Jasmin Collet an dieser Stelle wichtige Punkte zur Rechtslage bei Pinterest für Sie zusammengefasst.

Die Diskussion und die Rechtslage zum Urheberrecht ist durch ACTA, Pinterest & Co im Moment auf vielen Timelines, Blogs und Portalen ein sehr aktuelles Thema. Aufmerksam wurden durch Thomas Schwenke Blogpost, der die rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken im Internet sehr übersichtlich erklärt. Sein Fazit lautet sich für Abmahnungen schon einmal ein finanzielles Polster anzulegen. Da wir mit unserem Selbstexperiment nicht in rechtliche Fallen tappen wollen, habe ich angefangen im Netz nach verschiedenen Aussagen zu recherchieren.

Kurz kam uns auch der Gedanken, ob es nicht einfacher wäre unseren Pinterest-Account wieder zu schließen. Doch die Vorteile von Pinterest und die spannende Entwicklung, die wir dadurch mit unserem Blog machen, haben uns dazu bewegt es weiter fortzuführen. Kurz nach dieser Entscheidung stieß ich auf einen sehr interessanten Blogpost von Dr. Carsten Ulbrich. Er erklärt uns darin warum Pinterest und Co kein direktes Problem mit dem Urheberrecht haben.

In den USA gibt es die Fair-Use-Regel des Urheberrechts, die zumindest die  Möglichkeit offen lässt, dass Nutzer Pinterest verwenden, ohne damit gegen geltendes Recht zu verstoßen. Die Sachlage in Deutschland und anderen Ländern, in denen eine vergleichbare Klausel fehlt, sind eindeutig: Mit jedem über Pinterest geteilten, urheberrechtlich geschützten Werk, dessen Veröffentlichung vom Urheber nicht genehmigt wurde, begehen Anwender einen Verstoß, für den Sie abgemahnt werden könnten.

Und wie so eine Abmahnung aussehen könnte beschreibt Rechtsanwältin Nina Diercks auf Ihrem Blog. Mit Ihrem zweiten Teil Ihrer Reihe zum Urheberrecht erklärt Nina Diercks am Beispiel von ACTA und Pinterest das Institut der Abmahnung.

Mein Fazit  dazu lautet ganz eindeutig: Solange das Urheberrecht in Deutschland nicht an die Anforderungen des Social Web angepasst wird, befindet man sich auf Pinterest, Facebook  & Co. immer am Rande der Legalität. Der Spiegel geht in seinem Artikel sogar soweit zu sagen, dass der durchschnittlich Facebook-Account eines 16-Jährigen sich auf einen Abmahnwert von ungefähr 16.000 Euro beläuft.

Wir  werden unser  Pinterest-Konto behalten und möchten Ihnen hiermit ausdrücklich das Teilen und pinnen unsere Bloginhalte erlauben.

 

Mit Spannung werden wir die weitere Entwicklung von Pinterest verfolgen. Wie wir Pinterest nutzen wollen und was sich schon alles getan, dazu berichten wir demnächst mehr.

veröffentlicht von Stefanie Weyrauch

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