> 01. Juni 12
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Social Media Vortrag von SZ-Redakteur Dirk von Gehlen auf dem Zimpel PR-Frühstück

Auf unserer Veranstaltungsreihe “Zimpel PR-Frühstück” hat SZ-Redakteur Dirk von Gehlen im Eurostars Grand Hotel erklärt, wie Redaktionen im Social-Media-Zeitalter arbeiten. Dirk von Gehlen ist Leiter Social Media/Innovationen der Süddeutschen Zeitung.

Auf dem Zimpel PR-Frühstück in München hat er anfangs erst einmal klar gestellt, “Es gibt gar kein Social Media Zeitalter. Alles was wir machen ist Social Media.” Das bedeutet, dass alle digitalen Medien Dialogmedien sind, die Publikationen also zur Kommunikation dienen. “Social Media heißt, dass Menschen miteinander komunizieren,” so Dirk von Gehlen. Man müsse das Internet als Ort für organisierten Smalltalk oder Informationsaustausch sehen und nicht als Medium denken.

Der SZ-Redakteur erklärt, dass seine Redaktion vor allem Twitter nutze, sei es zur Recherche, für Reichweite, Reklame oder sei es um Reaktionen einzuholen oder die Relevanz eines Themas zu überprüfen. Die Redakteure der Süddeutschen Zeitung setzen also auf Twitter, um ihre Arbeitsweise den neuen Anforderungen anzupassen.

“Das Berufsbild der Journalisten hat sich geändert” sagt von Gehlen. Damit geht ein Ende des Helikopter-Journalismus einher. Die Journalisten müssen nun verfolgen, was aus ihren Inhalten wird, sobald diese veröffentlicht wurden. Außerdem müssen Sie reden und zuhören lernen. Ein Journalist müsse zudem auch lernen, das andere Recht haben könnten und damit Umgehen, dass man selbst Fehler macht.

Dazu empfiehlt Dirk von Gehlen fünf Regeln, zur veränderten Kommunikation durch Social Media:

1. Journalisten sind nicht schlauer als Leser
2. Journalistisches Arbeiten bedeutet Vereinfachen
3. Wer zu Vorwürfen schweigt, verliert Glaubwürdigkeit
4. Wer auf Vorwürfe reagiert, gewinnt Unterstützer
5. Fehler zuzugeben, zeugt von Souveränität

Besonders Punkt drei ist zu beachten, da Glaubwürdigkeit das höchste Gut ist, dass man im Internet hat.

Thema des „Zimpel PR-Frühstücks“ in München war vor allem die Veränderungen in der Kommunikation durch Social Media aufzuzeigen. Auf dem Blog Netz-Reputation hat Rebekka Liegl die wichtigsten Aussagen des Vortrags von Dirk von Gehlen zu Social Media und die neue Art zu kommunizieren wunderbar zusammengefasst. Dort können Sie ausführlicher nachlesen, was hinter ihren vier wichtigsten Thesen aus dem Vortrag steckt: 1. Wir sitzen alle im selben (Kommunikations-) Boot – auch die Redaktionen, 2. Mitteilen ist ein menschliches Bedürfnis, 3. Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut im Web 2.0. und 4. Die PR muss lernen mit den Redakteuren zu tanzen.

Ergänzend zum Thema, habe ich nach seinem Vortrag auf dem Zimpel PR-Frühstück in München noch ein kurzes Interview mit Dirk von Gehlen zu Social-Media geführt. Wenn Sie sich einen Moment Zeit nehmen, können Sie hier das Interview reinhören: Interview mit Dirk von Gehlen

veröffentlicht von Sabine Eyert-Kobler

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