> 16. Mai 12
Eduard_Wolter

Wie das Sat.1-Frühstücksfernsehen redaktionelle Themen findet: Gastvortrag von Eduard Wolter

Zum Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe “Zimpel PR-Frühstück” gab Eduard Wolter im Steigenberger Hotel in Berlin Einblicke in das Erfolgskonzept und die Redaktionsarbeit des Sat.1- Frühstücksfernsehens. Er zeigte auf, welche Rolle die sozialen Netzwerke für die journalistische Arbeit spielen.

Eduard Wolter ist Leiter Entwicklung der MAZ&MORE TV-Produktion GmbH, die unter anderem das viereinhalbstündige Sat.1-Frühstücksfernsehen produziert. Das Programm ist Deutschlands führende TV-Morningshow mit werktäglich rund drei Millionen Zuschauern. Der Marktanteil liege mit durchschnittlich über 16 Prozent weit über dem Senderdurchschnitt.

Nicht zuletzt durch die Dekoration des Studios, sondern auch durch die Inhalte soll eine familiäre Atmosphäre erzeugt werden. Das Konzept fasst er so zusammen: “Ein bewährter Mix aus Spaß und Information, dazu ein Communitygefühl und eine Wiedererkennbarkeit.” Nah am Menschen und familienkompatibel: “Moderatoren mit sympathischer Ausstrahlung und journalistischer Kompetenz.”

Nachrichten, Servicebeiträge und Entertainment stünden thematisch im Fokus der Live-Produktion. Um Inhalte für die Sendung zu finden, gingen die Redakteure verschiedene Wege: Neben klassischen Pressemitteilungen, die die Redaktion täglich erreichen, spielt die Eigenrecherche der Redakteure die wesentliche Rolle, zunehmend auch im Web, via Facebook und insbesondere bei Youtube. Und auch Websites von Unternehmen und Organisationen seien relevante Recherchequellen.

“Die Zuschauer bekommen via Facebook Informationen zu Sendungsinhalten, können aber auch selbst Inhalte posten oder teilen. Zwei Mitarbeiter des Teams pflegen den Facebook-Auftritt.” Als erfolgreiche Strategie, so Wolter, habe sich der individuelle, interaktive Dialog mit den Zuschauern erwiesen. Diese schätzten es, wenn sie Anregungen und Kritik posten können und eine direkte (persönliche) Rückmeldung erhielten.

Das Sat.1-Frühstücksfernsehen ist laut Eduard Wolter jederzeit offen für kreative Ideen und Vorschläge. Grundsätzlich gelte: “Täglich viereinhalb Stunden erfolgreiches Fernsehen braucht den Input von außerhalb, muss Augen und Ohren in alle Richtungen offen halten.”

veröffentlicht von Stefanie Weyrauch

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